Goldtagung in Frankfurt

29. März 2018 – Gold ist ein Metall mit besonderer Bedeutung für die Münz-, Geld- und Währungsgeschichte. Rund zweieinhalb Jahrtausende lang waren Goldmünzen ein wesentlicher Teil der Geldsysteme fast aller Staaten, und noch heute spielt Gold eine wichtige Rolle als Teil der Währungsreserven.

Um die herausragende Bedeutung von Gold für Währungen herauszuarbeiten, bringt die Deutsche Bundesbank namhafte Fachleute zu einer eintägigen Tagung in Frankfurt zusammen. Sie berichten unter anderem über wichtige antike, mittelalterliche und neuzeitliche Goldwährungen. Außerdem werden die technische Verarbeitung des Edelmetalls dargestellt sowie Einblicke in den internationalen Goldhandel und die Währungspolitik im Goldregime vermittelt.

Vor dem Hintergrund der langfristigen historischen Entwicklungen lässt sich die Entstehung der deutschen Goldreserven seit dem Ende des zweiten Weltkriegs verstehen. Die Bundesbank verwaltet und verwahrt die Goldreserven Deutschlands. Zum Jahresende 2017 betrug der Wert 117 Milliarden Euro, das sind 70 Prozent der Währungsreserven der Bundesbank. Mit 3.374 Tonnen hält Deutschland die zweitgrößten Goldreserven nach den Vereinigten Staaten von Amerika.

Programm

Mittwoch, 11. April 2018
Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
Wilhelm-Epstein-Straße 14, 60431 Frankfurt am Main

9:00-9:20: Begrüßung
9:20-10:20: Führung durch die Sonderausstellung „Gold. Schätze in der Deutschen Bundesbank“
10:20-10:30: Kaffeepause
10:30-11:00: Prof. Dr. Bernhard Weisser (Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin): Elektron und Gold. Phasen der Goldprägung in der Antike
11:00-11:30: Ao. Univ.-Prof. Dr. Hubert Emmerig (Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien): Die Goldgeld-Landschaften im Deutschen Reich
11:30-12:00: Diskussion
12:00-13:00: Mittagspause
13:00-13:30: Prof. Dr. Bernd Kluge (Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin): Fritz und Friedrichsdor. Preußens Weg zum Gold
13:30-14:00: Prof. Dr. Svein Harald Gullbekk (University of Oslo): How the decline of a coinage turned the Great Depression around – The Double Eagle 1933
14:00-14:30: Diskussion
14:30-14:50: Kaffeepause
14:50-15:20: Christoph Wild (Argor-Heraeus SA, Switzerland): Gold – die Wertschöpfungskette – Verarbeitung und Verantwortung
15:20-15:50: Ruth Crowell (London Bullion Market Association): The London Good Delivery Standard
15:50-16:20: Wolfgang Schulte (Deutsche Bundesbank): Von Bretton Woods und Europäischer Zahlungsunion – Wie die deutschen Goldreserven entstanden sind und wie die Bundesbank sie verwendet hat
16:20-16:50: Diskussion
16:50-17:00: Resümee und Schlussworte
Ende ca. 17:00 Uhr

Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich mit einem Online-Formular an.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite der Deutschen Bundesbank.

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