Gerhard Hirsch Nachf., D-München

24. September 2018

Auktion 341: Präkolumbische Kunst

Meisterwerke der Kulturen Altamerikas

Den Auftakt zur Septemberauktion der Firma Gerhard Hirsch Nachfolger in München bilden am 24. September 2018 über 450 Lose mit Objekten aus Altamerika. Auktion 341 beginnt mit den Kulturen im Westen Mexikos, darunter eine weibliche sitzende Chinesco-Figur (ca. 150 v. Chr. - 250 n. Chr.) die mit einer Taxe von EUR 2.000,- zur Auktion gelangt.

Los 11: Westmexiko. Colima. Ca. 200 v. Chr. - 400 n. Chr. Stehender Hund aus Ton. L. 28,2 cm. Taxe: 3.500 Euro.

Los 11: Westmexiko. Colima. Ca. 200 v. Chr. - 400 n. Chr. Stehender Hund aus Ton. L. 28,2 cm. Taxe: 3.500 Euro.

Aufmerksam nach vorne blickt ein stehender Hund der Colima (ca. 200 v. Chr. - 300 n. Chr.) mit attraktiver rotbrauner Patina und einer Taxe von EUR 3.500,-. Für Mediziner interessant ist eine Frauenfigur der Iguala (ca. 500 v. Chr. - 200 n. Chr.), die eine lange Narbe auf Bauch und Brust aufweist. Vermutlich entstand diese durch eine Laparotomie oder einen Kaiserschnitt (Taxe EUR 1.400,-). Es folgt die attraktive Figur eines sog. Tänzers aus Teotihuacan (Hochland, ca. 150 v. Chr. - 750 n. Chr.) mit einer Taxe von EUR 1.000,-.

Los 54: Guatemala. Maya. Spätklassische Periode Ca. 550-950 n. Chr. Becher mit Reliefdekor aus rötlichem Ton. H. 18,6 cm. Taxe: 2.500 Euro.

Los 54: Guatemala. Maya. Spätklassische Periode Ca. 550-950 n. Chr. Becher mit Reliefdekor aus rötlichem Ton. H. 18,6 cm. Taxe: 2.500 Euro.

Das Titelstück der Auktion ist ein Gefäß der Maya aus Guatemala (spätklassisch, ca. 550-950 n. Chr.), das auf EUR 2.500,- taxiert ist. Es zeigt auf zwei Seiten ein Relief mit der aufwendigen Darstellung von thronenden Göttern. Ein Teller mit dem Kopf eines Tänzers mit Federkopfschmuck (spätklassisch, ca. 550-950 n. Chr.) soll EUR 4.000,- erzielen. Auf einem hohen Becher (postklassisch, ca. 900-1200 n. Chr.) sind durch feine Bemalung Würdenträger dargestellt (Taxe EUR 2.000,-). 

Im Anschluss gelangen über 20 Objekte der Taino (ca. 1000-1500 n. Chr.) aus der Dominikanischen Republik unter den Hammer, darunter ist ein „Trigonolito“ mit den Köpfen einer Raubkatze oder einer Schlange aus hellgrauem Stein zu erwähnen (Taxe EUR 2.000,-). Aus Costa Rica stammt eine Metate auf drei Standbeinen, die als Vögel oder Eidechsen gearbeitet sind (Atlantische Abdachung, ca. 800-1300 n. Chr.), diese ist mit EUR 2.500,- taxiert. Unter den Objekten aus Kolumbien sind zwei große Gefäße der Tairona (ca. 1000-1500 n. Chr.) mit anmodellierten Menschen- und Tierköpfen zu erwähnen (Taxe EUR 2.500 und EUR 2.750,-). Es folgen Objekte aus Venezuela und eine Partie von über 130 Losen aus Ecuador, darunter ein sitzender Kazike der Jama-Coaque (ca. 500-1000 n. Chr.) mit einem muschelbesetzten Kopfputz (Taxe EUR 1.250,-).

Los 171: Ecuador. Bahia. Ca. 500 v. Chr. - 500 n. Chr. Großes Figurenpaar aus Ton. H. 45,1 und 40,6 cm. Taxe: 3.500 Euro.

Los 171: Ecuador. Bahia. Ca. 500 v. Chr. - 500 n. Chr. Großes Figurenpaar aus Ton. H. 45,1 und 40,6 cm. Taxe: 3.500 Euro.

Durch seine Größe von über 40 cm beeindruckt ein sitzendes Figurenpaar der Bahia (ca. 500 v. Chr. - 500 n. Chr.), diese sind mit EUR 3.500,- geschätzt. Eine sitzende Frauenfigur mit Mörser und Stößel (Bahia, ca. 500 v. Chr. - 500 n. Chr.) gelangt mit einer Taxe von EUR 2.000,- unter den Hammer. 

Die Partie von Objekten aus Peru umfasst über 175 Lose, unter diesen ist ein Steigbügelgefäß in Form eines hockenden Mannes mit geknotetem Umhang zu erwähnen (Moche III-IV, ca. 600-450 n. Chr.), dieser ist mit EUR 1.300,- taxiert. Besonders interessant ist ein Steigbügelgefäß (Moche V, ca. 500-700 n. Chr.) in Form einer Gebirgslandschaft, in der eine mythologische Opferszene stattfindet (Taxe EUR 1.000,-).

Los 297: Peru. Chimu. Ca. 900-1470 n. Chr. Maske aus Tumbaga. H. 9,5 cm. Taxe: 2.000 Euro.

Los 297: Peru. Chimu. Ca. 900-1470 n. Chr. Maske aus Tumbaga. H. 9,5 cm. Taxe: 2.000 Euro.

Eine Gesichtsmaske aus Tumbaga der Chimu (900-1470 n. Chr.) wurde vermutlich als Gewandapplikation verwendet und gelangt mit einer Taxe von EUR 2.000,- zum Ausruf. Ebenfalls attraktiv ist ein Steigbügelgefäß der Chimu (900-1470 n. Chr.) in Form eines sitzenden Musikers mit Flöte, dessen Körper bemalt ist, dieser soll EUR 1.250,- erzielen. Nach 10 Gefäßen der Chavin-Kultur (ca. 800-400 v. Chr.), die durch ihre Reduzierung der Formen bestechen, gelangt ein hohes Gefäß der Recuay-Kultur (ca. 200 v. Chr. - 700 n. Chr.) zur Auktion, auf seiner Außenwand ist eine umlaufende Raubkatze anmodelliert (Taxe EUR 1.400,-).
Unter den Objekten aus Bolivien ist ein stehendes Lama zu erwähnen (Tiahuanaco, ca. 600-900 n. Chr.), dieses ist mit EUR 750,- taxiert. 

Den Abschluss der Auktion bilden Ketten und eine ca. 25 Losnummern umfassende Partie von Textilien, darunter auch ein Korb aus geflochtenem Schilf mit Utensilien zum Weben und Spinnen (Chancay, Taxe EUR 750,-). 

Auf der Seite des Auktionshauses Gerhard Hirsch Nachfolger finden Sie den Auktionskatalog online.

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